ine Familie aus Bad Vilbel sitzt im Stadtzentrum an einem Tisch vor einem Restaurant zusammen mit Hund Sam.

Dank sinkender Inzidenzen dürfen sich Frankfurt und der Kreis Offenbach von der Bundesnotbremse verabschieden: Die Ausgangssperre entfällt, Cafés und Restaurants dürfen ihre Außenbereiche öffnen. Im Hochtaunuskreis gehen die Lockerungen noch weiter.

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Vorbereitungen zur Öffnung
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In Frankfurt gelten seit diesem Montag statt der Bundesnotbremse wieder die hessischen Regeln, die in vielen Bereichen Lockerungen ermöglichen. Grund sind stetig sinkende Inzidenzen. Am Samstag hatte die Inzidenz in Frankfurt laut den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 79,5 gelegen - und damit den fünften Tag in Folge unter dem Grenzwert von 100. Das führte den Regelungen zufolge nun zwei Tage später zu den neuen Lockerungen.

Dasselbe gilt für den Landkreis Offenbach: Mit einem Wert von knapp 74 am Samstag unterschritt der Kreis an fünf aufeinanderfolgenden Tagen die entscheidende Marke. Der Trend der sinkenden Zahlen ist weiterhin zu erkennen, so fiel die Inzidenz in Frankfurt am Sonntag weiter auf 72,2 und am Montag schließlich auf 71,9. Noch stärker sanken die Zahlen im Landkreis Offenbach, am Montag schließlich auf 69,1.

Ausgangssperre entfällt

In beiden Kreisen entfällt die nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr. Auch die Kontaktregeln werden etwas gelockert: Es dürfen sich wieder zwei Haushalte plus Geimpfte und Genesene treffen, Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit.

Für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 ist nach dem Feiertag ab Dienstag wieder durchgängig Präsenzunterricht möglich. Für alle anderen - bis auf die Abschlussklassen - gilt weiter der Wechselunterricht. Darüber hinaus können unter anderem Fitnessstudios mit Termin, die Außengastronomie mit Tests. Übernachtungen in Hotels und Ferienhäusern sind wieder unter Auflagen möglich.

Auch Kultur- und Freizeiteinrichtungen dürfen wieder öffnen. Der Frankfurter Gotheturm bleibt aber vorerst geschlossen. Die Corona-Auflagen seien nicht umsetzbar, sagte eine Sprecherin des Umweltdezernats der Stadt. Die Stadt müsste ein Anmeldesystem etablieren, um die Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten und zu verhindern, dass sich vor dem Turm Schlangen bilden.

Kitas weiter eingeschränkt geöffnet

Mit Blick auf die positve Entwicklung und mögliche Lockerungen hatte sich Frankfurts Oberbügermeister Peter Feldmann (SPD) schon am Donnerstag lobend geäußert. "Die zusätzlichen Freiheiten haben sich die Frankfurter redlich verdient", erklärte er gemeinsam mit Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne). "Anfang des Monats lag die Inzidenz in unserer Stadt noch bei mehr als 180 und hat sich seitdem fast halbiert."

Trotz der Lockerungen hat Frankfurt bereits angekündigt, bei den städtischen Kitas vorerst an eingeschränkten Öffnungszeiten von sieben Stunden pro Tag festzuhalten. "Erst ab einer stabilen Inzidenz unter 50 können auch die Gruppen wieder geöffnet und die offenen Konzepte wieder gefahren werden", sagte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) dem hr am Freitag. Die hessische Corona-Verordnung ermöglicht Kitas bei einer stabilen Inzidenz unter 100 eine Rückkehr zum "Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen". Konkrete Vorgaben werden nicht gemacht.

Hochtaunuskreis in Stufe 2

Bislang war nur der Wetteraukreis in der Stufe 2 des hessischen Stufenplans. Nun folgt ein weiterer. Der Hochtaunuskreis lag am Sonntag den fünften Tag in Folge unter einer Inzidenz von 50 - und darf damit ab Montag weiter lockern. Dort darf die Innengastronomie öffnen, außerdem dürfen sich wieder zehn Personen über 14 Jahren plus Geimpfte und Genesene treffen.

Einige andere hessische Kreise haben an diesem Wochenende die Bundesnotbremse verlassen. In den Kreisen Main-Taunus, Gießen und Odenwald ist sie bereits am Samstag außer Kraft getreten. Seit Sonntag greifen die Lockerungen durch die Landesregeln auch in den Kreisen Groß-Gerau, Lahn-Dill, Main-Kinzig und Werra-Meißner. Sie alle fallen dann in Stufe 1 des hessischen Öffnungsplans.

Negativer Spitzenreiter: Waldeck-Frankenberg

Am Montag lagen nur noch vier von 26 Kreisen und kreisfreien Städten über der Marke von 100. Den höchsten Wert wiesen der Kreis Waldeck-Frankenberg (139,4) und die Stadt Wiesbaden (126,0) auf. Den niedrigsten Wert meldete das RKI für die Kreise Wetterau (34,7) und Darmstadt-Dieburg (45).

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Sendung: hr-iNFO, 24.05.2021, 9 Uhr