Testkäufe in Frankfurt
Testkäufe in Frankfurt Bild © Imago Images

Rund 150 Mal haben Jugendliche in Frankfurt im vergangenen Jahr testweise versucht, Alkohol zu kaufen. In etwa einem Drittel der Fälle hatten sie Erfolg. Doch die Quote ist rückläufig.

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Alkohol im Supermarktregal

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Kein Alkohol an Jugendliche - diese Aufschrift ist in vielen Geschäften in Frankfurt zu lesen. Doch halten sich die Verkäufer auch daran? Bei Alkohol-Testverkäufen an Jugendliche haben sich 2018 in rund 32 Prozent der Fälle die Betriebe eben nicht an die Regeln gehalten. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit.

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 153 Kontrollen, mehrheitlich bei Supermärkten, Kiosken, Tankstellen und Internetcafés. In 49 Fällen gab es Beanstandungen. Die Personen, die den Minderjährigen Alkohol verkauften, müssen nun mit einem Bußgeld von bis zu 480 Euro rechnen.

Zahl der Verstöße rückläufig

Im Vergleich zum Vorjahr (31 Prozent) sei die Quote der Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz nahezu gleich geblieben. Allerdings beobachte die Stadt seit Beginn der Testkäufe 2014 einen spürbaren Rückgang.

2015 hatten noch 43 Prozent der kontrollierten Geschäfte widerrechtlich Alkohol an Jugendliche verkauft, 2014 waren es 60 Prozent.

Frankfurts Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) hielt die umstrittenen Testkäufe für "ein geeignetes Mittel, um die widerrechtliche Abgabe von Alkohol aufzudecken und durch entsprechende Ahndung nachhaltig zu unterbinden".

Die Testkäufe werden von der Stadtpolizei durchgeführt und sollen 2019 fortgesetzt werden.

Sendung: hr-iNFO, 13.06.2019, 18 Uhr