Traurige Nachricht aus dem Frankfurter Zoo: Junglöwin Mira musste eingeschläfert werden. Das Tier litt an einer Missbildung des Schädels, ihr auffälliges Verhalten war auch Besuchern aufgefallen. Auch ihr Bruder ist nicht gesund.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Junglöwin im Frankfurter Zoo musste eingeschläfert werden

Die drei Junglöwen Yaro, Kiron und Mira im Frankfurter Zoo
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Junglöwin Mira wurde am Dienstag eingeschläfert. Das Jungtier litt unter einer Missbildung des Schädels und Gehirns, teilte der Zoo am Mittwoch mit. Selbst Zoobesuchern war das Taumeln der Löwin in den vergangenen Wochen aufgefallen.

Nachdem die Veterinäre über Monate vergeblich versucht hatten, den Gesundheitszustand der Löwin zu verbessern, entschloss sich der Zoo nun, das Tier einschläfern zu lassen.

"Tierschutz gebot entschlossenes Handeln"

"Es ist sehr traurig, Mira zu verlieren, zumal sie zu einer vom Aussterben bedrohten Art gehört", erklärte Zoodirektor Miguel Casares. "Aber der Tierschutz gebot hier entschlossenes Handeln. Nachdem wir wussten, dass es nun keine weitere Behandlungsmöglichkeit mehr gibt, wäre jede weitere Verzögerung nicht zu verantworten gewesen."

Der Jubel im Frankfurter Zoo war groß, als im April 2018 erstmals seit 15 Jahren wieder Löwennachwuchs verkündet werden konnte. Und dann auch gleich noch Drillinge. Das Trio entwickelte sich lange Zeit prächtig, doch mit etwa zwölf Monaten zeigte Mira Störungen im Bewegungsablauf und weitere neurologische Symptome, berichtete der Zoo am Mittwoch.

Vergebliches Hoffen auf Verbesserung

Untersuchungen im CT und MRT legten den Grund des auffälligen Verhaltens der Junglöwin offen: Mira litt unter einer Missbildung des Schädels und Gehirns. "Diese Missbildung, deren Ursprung unbekannt ist, war ursächlich für die gestörten Bewegungsabläufe und den manchmal abwesend wirkenden Blick der jungen Löwin", erklärte der Zoo.

Doch da Mira auch Phasen hatte, in denen sie ganz normal mit ihren Brüdern Kiron und Yaron spielte, hofften die Zoo-Veterinäre auf eine Verbesserung des Gesundheitszustandes durch intensive medizinische Begleitung. Leider ohne Erfolg.

Auch Kiron zeigt Schädel-Veränderung

Wie der Zoo weiter mitteilte, wurde auch bei Miras Bruder Kiron eine Veränderung des Schädels festgestellt, allerdings in deutlich geringerem Ausmaß. Bislang zeige Kiron wie sein Bruder Yaro keine Symptome.

Sendung: hr1, 31.07.2019, 10:30 Uhr