Schabe
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Nach dem Kakerlakenbefall an einer Grundschule in Espenau kann der Unterricht wieder stattfinden. Die Schädlinge wurden beseitigt. Eingeschleppt hatten sie offenbar Kinder.

In der Nähe der Grundschule in Espenau (Kassel) befindet sich ein Haus, in dem sehr viele Kakerlaken entdeckt wurden. Das berichtete ein Sprecher des Landkreises Kassel. Demnach wohnen in dem Haus auch Schüler der Grundschule. Wahrscheinlich schleppten sie die Kakerlaken unbeabsichtigt ein. Da sich die Tiere sehr schnell vermehren, waren anschließend fast alle Teile des Schulgebäudes befallen.

Kammerjäger führte Grundreinigung durch

Ein Kammerjäger hatte in den Klassenräumen und Fluren in den vergangenen Tagen Insektengift gespritzt. Nach einer Grundreinigung findet in der Schule seit Mittwoch wieder ganz normal der Unterricht statt.

Der Landkreis wolle sich darum kümmern, dass keine Kakerlaken mehr in die Schule gelangen könnten, so der Sprecher. Der Eigentümer des Nachbarhauses sei dazu verpflichtet worden, ebenfalls einen Schädlingsbekämpfer zu rufen.

Vor genau einer Woche hatte der Hausmeister der Schule den Schädlingsbefall festgestellt und daraufhin das Gesundheitsamt des Landkreises informiert. Dieses setzte in Absprache mit der Schulleitung den Unterricht aus und ordnete eine sofortige Schädlingsbekämpfung an.

Schaben können Krankheiten übertragen

Die Insekten der Art "Deutsche Schabe" könnten potenziell Krankheiten übertragen, begründete der Kreis am Freitag die Schließung. Für fast 200 Schüler fiel der Unterricht aus.

Der Kreis hatte zunächst von Kakerlaken in der Schule berichtet, dann aber konkreter von der Deutschen Schabe gesprochen. Im Deutschen ist der Begriff Kakerlake zweideutig: Er wird als Oberbegriff für verschiedene Schabenarten verwendet oder bezeichnet die deutlich größere Amerikanische Schabe.

Sendung: hr-iNFO, 12.09.2018, 09:00 Uhr