Armin Meiwes
Armin Meiwes hatte Antrag auf vorzeitige Haftentlassung gestellt. Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Der so genannte "Kannibale von Rotenburg" kommt auch nach 15 Jahren Haft nicht frei. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt in letzter Instanz entschieden.

Der als "Kannibale von Rotenburg" bekannt gewordene Armin Meiwes muss auch nach 15 Jahren Haft weiter im Gefängnis bleiben. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt, wie es am Freitag mitteilte.

Meiwes verbüßt seit 2006 eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes, weil er 2001 einen damals 43-Jährigen tötete, zerstückelte und Teile seiner Leiche aß. Meiwes tötete sein Opfer nach Ansicht des Gerichts zur Befriedigung des Geschlechtstriebs. Das Gericht damals stellte jedoch keine besondere Schwere der Schuld fest, so dass Meiwes die Möglichkeit blieb, den Rest seiner Haftstrafe nach 15 Jahren zur Bewährung auszusetzen. Der Fall und die anschließenden Verhandlungen hatten deutschlandweit großes Aufsehen erregt.

Beschwerde von Meiwes verworfen

Das Landgericht Kassel hatte es abgelehnt, dass die lebenslange Freiheitsstrafe nach 15 Jahren zur Bewährung ausgesetzt wird. Das OLG verwarf nun die Beschwerde, die Meiwes dagegen eingelegt hatte. Das Landgericht habe zutreffend angenommen, dass dem Verurteilten gegenwärtig keine günstige Prognose gestellt werden könne, erklärte das OLG. Der Beschluss sei nicht anfechtbar.

Sendung: hr-iNFO, 05.10.2018, 11.50 Uhr