Ein A330-300 der Lufthansa auf dem Flughafen Frankfurt.

Die Lufthansa musste an Ostern in Frankfurt drei Europaflüge wegen Bombendrohungen streichen. Das Schreiben war bei der Bundespolizei eingegangen. Passagiere und Gepäck wurden durchsucht.

Ein Sprecher der Bundespolizei bestätigte gegenüber hessenschau.de am Ostermontag, dass bei der Behörde am Samstag über ein Online-Kontaktformular ein Drohschreiben eingegangen ist. Darin wurden drei Flüge der Lufthansa mit Sprengstoff-Anschlägen bedroht.

Nachmittagsflüge nach Paris, Rom und Manchester betroffen

Konkret ging es um die Flüge LH 1040 nach Paris, LH 238 nach Rom und LH 946 nach Manchester. Sie sollten jeweils am Samstagnachmittag stattfinden. Die Bundespolizei nahm das Schreiben nach eigenen Angaben sehr ernst. In Absprache mit der Airline habe man entschieden, die Flüge abzusagen.

Das Boarding für die Flüge wurde gestoppt, die Maschinen und das Gepäck durchsucht, ebenso die Passagiere. Verdächtiges wurde jedoch nicht gefunden. Die Passagiere wurden danach auf andere Flüge umgebucht.

Keine Hinweise auf Urheber

Vor dem Hintergrund der Drohung fanden am Flughafen ausgedehntere Kontrollen durch Polizeikräfte vor Ort statt, hieß es am Montag weiter. So seien auch Fahrzeuge vor dem Flughafengebäude kontrolliert worden.

Die weiteren Ermittlungen laufen. Hinweise auf den oder die Verfasser gibt es dem Sprecher zufolge bislang nicht.

Auch Bombendrohung gegen ICE über Online-Formular

Erst im Januar hatten Unbekannte über ein Online-Kontaktformular der Bundespolizei eine Bombendrohung gegen einen ICE der Deutschen Bahn gerichtet. Die Beamten hatten daraufhin den Zug am Frankfurter Südbahnhof gestoppt und den Bahnhof zum Teil gesperrt.

Sendung: hr1, 23.4.2019, 8 Uhr