SEK Einsatz in Kassel

Bei der geplanten Abschiebung einer Mutter und ihrer beiden Kinder ist es in Kassel zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. Die Frau drohte, sich selbst zu verletzen.

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hessenschau 16:45 Uhr 25.11.2020 Thumbnail
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Die Abschiebung sollte am frühen Mittwochmorgen noch im Dunkeln erfolgen. Die Ausländerbehörde und die Polizei wollten eine 38 Jahre alte Mutter und ihre beiden Kinder, vier und elf Jahre alt, aus der Flüchtlingsunterkunft im Kasseler Stadtteil Bettenhausen holen.

Die Frau aus Osteuropa drohte daraufhin damit, sich mit einem Messer zu verletzen, wie die Polizei hessenschau.de berichtete. Es sei eine Bedrohungssituation entstanden, da sie sich selbst und möglicherweise auch ihre Kinder gefährdete.

SEK und Sprungtuch im Einsatz

Eine Spezialeinsatzkommando (SEK) umstellte daraufhin das Flüchtlingsheim und riegelte die Umgebung ab. Gleichzeitig versuchten Polizisten, die Frau zu beruhigen. Weil die Einsatzkräfte befürchteten, die 38-Jährige könnte aus dem Fenster springen, um die Abschiebung zu verhindern, stellte die Feuerwehr zwischenzeitlich auch ein Sprungtuch auf.

Schließlich konnte das SEK die Frau festnehmen. Bei dem Einsatz wurde sie leicht verletzt. Ihre beiden Kinder konnten unverletzt in Obhut genommen werden. Die Frau wurde zur psychiatrischen und physischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 25.11.2020, 16.45 Uhr