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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rettungsgassen-Sünder kilometerweit hinter Abschleppwagen her

Rettungsgasse in einem Stau

Mit unlauteren Mitteln hat sich ein 31-Jähriger in der Rettungsgasse auf der A5 bei Bad Homburg Vorfahrt verschafft. Er klemmte sich für mehrere Kilometer mit seinem BMW an einen Abschleppwagen – und tischte der Polizei danach eine glatte Lüge auf.

Ob der Vorfall etwas mit dem Datum zu tun hat, ließen die Beamten des Polizeipräsidiums Mittelhessen offen. Ihre Mitteilung zur Verkehrssünde eines 31 Jahren alten Autofahrers begannen sie am Dienstag aber mit den Worten: "Es ist Freitag der 13., als eine Zivilstreife der Autobahnpolizei etwas beobachtet, was sie kaum glauben kann."

Der Stein des Anstoßes? Ein BMW, der sich in der Rettungsgasse eines Staus auf der A5 zwischen dem Bad Homburger Kreuz und Friedberg an die Stoßstange eines Abschleppwagens geheftet hatte. "Quasi ohne jeden Sicherheitsabstand", wie die Polizei berichtete. So quetschte sich der 31-Jährige durch den stehenden Verkehr, ehe die Zivilstreife ihn stoppte und zur Rede stellte.

100 Meter? Doch eher 5 Kilometer!

Von Reue sei jedoch keine Spur gewesen. Im Gegenteil: Der Frankfurter habe schamlos behauptet, er sei doch nur etwa 100 Meter im Windschatten des Abschleppers gefahren. Eine Angabe, die der Fahrer des Abschleppwagens auf Nachfrage nicht bestätigen konnte. Im Gegenteil: Rund fünf Kilometer lang habe er den BMW in der Rettungsgasse in seinem Rückspiegel gesehen.

Dem Ertappten wird die "absolut vorsätzliche Begehung" einer Ordnungswidrigkeit vorgeworfen. Ihn erwartet demnach wegen Rechtsüberholens außerhalb geschlossener Ortschaft ein Punkt in Flensburg und ein Bußgeld von 100 Euro, das sich noch verdoppeln könnte – "was durch die Polizei natürlich angeregt wurde".

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zum Video Rettungsgasse: So wird's gemacht!

Rettungsgasse Grafik
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Sendung: hr3, 17.09.2019, 14.30 Uhr