Ein umgekippter Lkw hat auf der A5 bei Alsfeld für ein stundenlanges Verkehrschaos gesorgt. Die Autobahn war bis zum frühen Freitagmorgen gesperrt - auch, weil keine Rettungsgasse gebildet wurde.

Umgekippter Lkw auf der A5
Der Lkw blockierte die Fahrstreifen und den Standstreifen. Bild © Feuerwehr Alsfeld Facebook

Ein umgestürzter Lkw hat am Donnerstag für ein Verkehrschaos auf der A5 zwischen Homberg/Ohm und Alsfeld (Vogelsberg) gesorgt. Erst gegen 3 Uhr am Freitagmorgen konnte sich der Verkehr laut Polizei langsam wieder normalisieren, nachdem die Autobahnpolizei eine Vollsperrung zur Bergung des mit Sägemehl beladenen Lkws aufgehoben hatte.

Ein Kleintransporter hatte den mit Sägemehl beladenen Lastwagen gegen 13.45 Uhr beim Fahrstreifenwechsel geschnitten, wie die Polizei mitteilte. Der Lkw kippte beim Ausweichen um. Der Anhänger blieb zwar stehen, doch alle Fahrstreifen und der Seitenstreifen waren blockiert. Der 48 Jahre alte Fahrer blieb unverletzt.

Update: Der #Abschlepper ist jetzt erst am Unfallort angekommen, da KEINE #Rettungsgasse gebildet wurde‼️ Es wird demnächst eine Spur frei. https://t.co/uWuxhrBC4b

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Die Polizei sperrte die Autobahn voll, der Verkehr staute sich auf einer Länge von zwischenzeitlich 25 Kilometern. Auch die Umleitungsstrecken waren dicht. Das Ärgernis für die Rettungskräfte waren einmal mehr Autofahrer, die keine Rettungsgasse frei ließen. Dadurch kam der Bergungskran erst Stunden nach dem Unfall zur Unfallstelle durch.

Ladung nicht ausreichend gesichert

Erst am Abend konnten zumindest diejenigen Autofahrer, die direkt hinter dem Unfall standen, über eine kurzfristig freigegebene Spur weiterfahren. Anschließend wurde die Autobahn erneut voll gesperrt, um die Sägemehl-Säcke umzuladen und das Fahrzeug zu bergen.

Eine Ursache für das Umkippen war laut Polizei, dass die Ladung nur mangelhaft gesichert war. Der Sachschaden beläuft sich auf schätzungsweise 51.000 Euro.

Sendung: hr-iNFO, 15.11.2018, 19 Uhr