Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Zaun soll ungebetene Badegäste abhalten

Polizei und DLRG suchten nach dem 17-Jährigen aus Darmstadt.

Ein 17 Jahre alter Nichtschwimmer ist am vergangenen Wochenende in einem Baggersee bei Groß-Rohrheim ertrunken. Weil "Baden verboten"-Schilder bisher nicht halfen, greift der Bürgermeister jetzt zu drastischeren Maßnahmen.

Nach dem tödlichen Badeunfall eines 17-Jährigen in einem Baggersee bei Groß-Rohrheim (Bergstraße) wird das Areal eingezäunt. Das bestätigte der Bürgermeister der Gemeinde, Rainer Bersch, dem hr. Die Zufahrt zum See werde außerdem am Wochenende überwacht. Ein Abschleppunternehmen sei bereits engagiert. Zusätzlich solle ein Sicherheitsdienst am See patrouillieren.

Der See gehört zum Gelände einer Firma, die dort eine Kies-Betriebsstätte hat. "Baden war da schon immer verboten", sagte Bersch. Die Gemeinde stellte deshalb bereits Verbotsschilder auf. Die seien jedoch "hundertfach" ignoriert worden.

17 Jahre alter Nichtschwimmer ertrunken

Am Samstag war ein 17 Jahre alter Nichtschwimmer in dem Kiessee ertrunken. Der Jugendliche wollte sich bei der Sommerhitze abkühlen. Die alarmierten Rettungskräfte konnten den jungen Mann nur noch tot bergen. Nach Aussage des DLRG-Einsatzleiters hatte er übersehen, dass der Boden des Sees nach wenigen Metern steil abfällt.

Am vergangenen Wochenende kam es an dem Baggersee auch zu Parkverstößen, allerdings habe es eine Rettungsgasse gegeben, sagte Bersch. Die Betreiberfirma werde das Gelände am Wochenende mit einem Bauzaun abriegeln. Zunächst hatte der Mannheimer Morgen hierüber berichtet.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt davor, in unbewachten Seen und Flüssen zu baden. Wegen der Corona-Pandemie habe die Zahl der Badeunfälle im Vergleich zu den Vorjahren zugenommen - etwa, weil Freibäder geschlossen bleiben. Von Januar bis Juli ertranken nach Angaben der DLRG in hessischen Gewässern mindestens 18 Personen. Darunter waren auch zwei Kinder.

Sendung: hr-iNFO, 14.08.2020, 10 Uhr