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Hausdurchsuchungen wegen Kinderpornografie

Es war ein großangelegter und koordinierter Schlag gegen die Verbreitung von Kinderpornografie: Im Laufe der vergangenen Woche hat die Polizei in ganz Hessen Häuser durchsucht und Datenträger beschlagnahmt.

Wie das hessische Landeskriminalamt (LKA) am Dienstag mitteilte, wurden in der vergangenen Woche im Kampf gegen sexuellen Missbrauch Minderjähriger landesweit 59 Wohnungen und andere Räumlichkeiten durchsucht.

Ältester Verdächtiger 78 Jahre alt

Insgesamt richten sich die Ermittlungen gegen 63 Personen. Ihnen wird vorgeworfen, Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht oder Bilder und Videos besessen oder verbreitet haben, die solche Taten zeigen. Nach Auskunft des LKA stehen die Beschuldigten untereinander nicht im Kontakt. Der älteste Beschuldigte soll 78 Jahre alt sein.

Während der Durchsuchungen stellten die Beamten 75 Smartphones, 40 Computer und Laptops, 48 USB-Sticks, 14 CDs und DVDs sowie 80 weitere Gegenstände sicher.

Sondereinheit im Einsatz

Bei der Schwerpunktmaßnahme von Montag bis Freitag seien die Ermittlerinnen und Ermittler der Einheit "BAO Fokus" von insgesamt 218 Polizeibeamten unterstützt worden. Die Einheit beschäftigt sich ausschließlich mit Sexualdelikten an Kindern und Jugendlichen.

Die Einsätze fanden in den Städten Frankfurt, Gießen, Hanau und Offenbach sowie in den Kreisen Gießen, Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf, Wetterau, Kassel, Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder, Werra-Meißner, Fulda, Hersfeld-Rotenburg, Bergstraße, Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg, Main-Kinzig, Offenbach, Main-Taunus, Hochtaunus und Rheingau-Taunus statt.

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