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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found 50 Wohnungen wegen Kinderpornographie-Verdacht durchsucht

Polizist von hinten, auf der Jacke steht in großen Lettern "Polizei". Daneben ein Polizei-Auto mit Blaulicht. Sujetbild.

Mehr als 50 Wohnungen hat die Polizei hat im Kampf gegen Kinderpornografie in der vergangenen Woche in ganz Hessen durchsucht. Bei den Verdächtigen fand sie eine riesige Anzahl von Datenträgern.

Bei der Razzia seien rund 1.250 Datenträger sichergestellt worden, teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Durchsuchungen mit rund 250 Beamtinnen und Beamten der "BAO Fokus" fanden im gesamten Bundesland statt - unter anderem in Kassel, Gießen, Offenbach, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt, teilte das LKA dem hr auf Anfrage mit.

Die Durchsuchungen hätten dabei nicht in Verbindung gestanden haben, sondern jeweils einen eigenen Anlass. Ein Teil der insgesamt 52 Beschuldigten wurde anschließend, abhängig vom vorliegenden Tatverdacht, vernommen. Einige von ihnen mussten DNA-Proben abgeben. Untersuchungshaft sei für keinen der Beschuldigten angeordnet worden, teilten die Ermittler mit.

Zuletzt 904 erfasste Fälle von Kindesmissbrauch

Die "BAO Fokus" ist die "Besondere Organisationsstruktur gegen Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch von Kindern". Im vergangenen Jahr hat die hessische Polizei nach Angaben des LKA 904 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern und 72 Fälle von sexuellem Missbrauch von Jugendlichen erfasst. Hinzu kämen 1.692 Fälle des Besitzes, Erwerbs und der Verbreitung von Kinder- beziehungsweise Jugendpornografie.

"Die Dunkelziffer in diesem Deliktfeld ist hoch", erklärte das LKA. "Die Taten ereignen sich häufig innerhalb der Familie oder im sozialen Nah-Raum eines Kindes." Nur ein Bruchteil komme zur Anzeige. Die Polizei sei daher auf Hinweise aus der Bevölkerung, von Eltern, Lehrern, Erzieherinnen, Nachbarinnen und anderen angewiesen.

Sendung: hr-iNFO, 24.03.2021, 14.00 Uhr