Rettungswagen

Ungewöhnlicher Einsatz für die Frankfurter Feuerwehr: Ein 17 Monate altes Mädchen hatte sich die Finger im Abfluss einer Badewanne eingeklemmt. Erst nach rund acht Stunden konnte das Kleinkind mit Hilfe von Spezialisten befreit werden.

Drei Finger hatte das kleine Mädchen in das Abflusssieb der Badewanne gesteckt - und selbst nicht mehr herausbekommen. Die Versuche der Eltern, ihre 17 Monate alte Tochter aus der misslichen Lage zu befreien, scheiterten, wie die Feuerwehr Frankfurt am Freitag berichtet. Auch die hinzugerufenen Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Freiwilliger Feuerwehr konnten die Finger des Mädchens aus dem Großraum Aschaffenburg nicht aus dem Sieb lösen.

Deswegen schnitten sie das Sieb kurzerhand mitsamt dem Abflussrohr aus der Wanne und brachten das daran hängende Kind in der Nacht zum Mittwoch in die Uniklinik Frankfurt. Weil auch die Ärzte dort die Finger nicht frei bekamen, riefen sie die Berufsfeuerwehr zu Hilfe.

Mit OP-Seitenschneider und viel Gefühl

In einer der Wachen habe man sich mittlerweile auf Notfälle dieser Art spezialisiert und die entsprechende Ausrüstung parat, berichtete die Feuerwehr weiter. In rund eineinhalb Stunden schnitten die Spezialisten den Duschablauf und das Abflussrohr auf. Im nächsten Schritt durchtrennten sie Stück für Stück das Metall mit einem OP-Seitenschneider und legten die inzwischen stark angeschwollenen Finger der linken Hand einzeln wieder frei.

Rund acht Stunden dauerte die Befreiungsaktion der Mitteilung zufolge. Ernsthafte Verletzungen habe das Mädchen nicht erlitten. Wie sie sich überhaupt derart in der Wanne verfangen konnte, war zunächst unklar.