Eine Spritze mit Corona-Impfstoff wird aufgezogen

Zwei Geschäftsführer einer Klinik in der nordhessischen Kurstadt haben sich ungerechtfertigt gegen Covid-19 impfen lassen. Sie wurden freigestellt.

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hs
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Zwei Führungskräfte einer Klinik in Bad Wildungen (Waldeck-Frankenberg) haben vorzeitig Corona-Impfungen erhalten, obwohl sie nicht zur priorisierten Personengruppe gehören. Das bestätigte die Klinik am Dienstag.

Die Einrichtung hatte vor einer Woche 120 Impfdosen erhalten, die für das medizinische Personal und das Pflegepersonal gedacht waren. Die Verwaltungsdirektoren, ein Mann und eine Frau, gehören nicht zu dem Personenkreis. Beide seien trotzdem geimpft worden. Nach Bekanntwerden des Vorfalls seien sie freigestellt worden, es würden außerdem personalrechtliche Konsequenzen geprüft, teilte die Klinik mit. "Wir bedauern den Vorfall sehr", hieß es in einer Mitteilung.

Konsequenzen angekündigt

Unklar ist bisher, wann und wer die beiden Impfungen vornahm. Das werde noch genau geprüft, hieß es von der Klinik. Als Ersatz für die beiden Führungskräfte gebe sei eine kommissarische Leitug eingesetzt worden.

Zunächst hatte der Eder-Diemel-Tipp darüber berichtet. Demnach seien auch Familienmitglieder der Leitungskräfte geimpft worden. Das bestätigte die Pressestelle der Klinik dem hr jedoch nicht.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 10.02.2020, 19.30 Uhr