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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Prozess zu mutmaßlichem Abrechnungsbetrug an Klinik startet

Arztkittel

Ein früherer leitender Mitarbeiter soll die Frankfurter Unfallklinik um insgesamt 825.000 Euro gebracht haben. Möglich wurde das laut Anklage dank falscher Abrechnungen, Bestechung und eines Deals mit seinem Schwiegervater.

Im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung von Leistungen mit der berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU) in Frankfurt hat am Montag der Prozess vor dem Landgericht begonnen. Die Verhandlung wurde jedoch wegen eines Attests des Hauptangeklagten vertagt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem früheren leitenden Mitarbeiter der Klinik und seinem Schwiegervater gewerbsmäßige Untreue und Bestechlichkeit vor.

Der 43-Jährige soll zwischen 2010 und 2014 Leistungen abgerechnet haben, die er nie erbracht hatte. Der BGU sei dadurch ein Schaden von insgesamt 825.000 Euro entstanden. Der Mann soll außerdem für die Vermittlung von Personal zusätzlich von einem anderen Unternehmen Provisionen kassiert haben, die wiederum sein Arbeitgeber bezahlen musste.

85 Euro Stundenlohn für angeblichen Fahrdienst

Des Weiteren wirft die Anklage seinem mitangeklagten Schwiegervater vor, falsche Fahrdienste über den 43-Jährigen bei der Klinik abgerechnet zu haben. Der 67-Jährige habe sich als Fahrer seines Schwiegersohns ausgegeben - und sich dafür fürstlich entlohnen lassen. Er soll statt der vorgeschriebenen 13 Euro einen Stundenlohn von 85 Euro abgerechnet haben. Der Schaden hierfür beläuft sich auf knapp 200.000 Euro.

Sendung: hr-iNFO, 6.5.2019, 8.40 Uhr