Menschen sitzen in der Sonne auf Parkbänken
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Die Kälte ist erstmal vorbei. Die Tagestemperaturen erreichen in den kommenden Tagen in Hessen Werte von 10 Grad und mehr. Gut durchatmen lässt sich momentan aber noch nicht.

Von "Frühling" will hr-Meteorologe Rainer Behrendt am Sonntag noch nicht sprechen. Aber immerhin über einen frühlingshaften "Hauch" könnten sich die Hessen in der kommenden Woche freuen. Und der kalte Winter ist erstmal vorbei. Vor allem im Rhein-Main-Gebiet und südlich davon ist es recht mild geworden.

Etwas milder, aber unbeständig

Die Höchsttemperaturen liegen in den kommenden Tagen knapp im zweistelligen Bereich. Am Sonntag wurden bis zu 12 Grad erreicht. "Viel mehr kommt aber erstmal nicht", sagt Behrendt. Am Montag werden bei freundlichem Wetter noch einmal bis zu 12 Grad erwartet, zur Wochenmitte wird es mit bis zu 10 Grad etwas kühler.

Etwas nasskalt kann es ab Donnerstag werden. Vor allem im Norden und Osten Hessens kann es dann auch Schnee oder Schneeregen geben. "Es ist insgesamt recht unbeständig", sagt Meteorologe Behrendt. Sonne, Wolken und Niederschläge wechseln sich ab. "Richtiges Frühlingswetter ist das noch nicht."

Schadstoffe sammeln sich

Insgesamt hat sich die Wetterlage aber gedreht. Während in den vergangenen Tagen noch eisige Luft aus dem Nordosten nach Hessen kam, zieht jetzt mildere Luft aus dem Südwesten herein. Die Feuchtigkeit trifft bei uns auf den noch kalten Boden, wodurch sich auch Nebel bilden kann, erklärt Behrendt.

Weil die Luft am Boden kalt und oben wärmer ist, kommt es momentan auch zu weniger Austausch. In der Folge sammeln sich Schadstoffe wie Feinstaub oder Stickoxide an. Die Grenzwerte wurden am Wochenende teilweise erneut deutlich überschritten.

Eine meteorologische Besonderheit war die Eiseskälte der letzten Tage schon, sagt Behrendt. "Für Ende Februar war es schon extrem kalt. So eine besondere Situation hat man nur alle 30 bis 40 Jahre." Auf mehreren Gipfeln, wo sich die Luftmassen weitgehend unverfälscht messen ließen, habe es Minus-Rekorde gegeben.

Sendung: hessenschau, hr-fernsehen, 04.03.2018, 19.30 Uhr