Ein Komodowaran, aufgenommen im Jahr 2010 in Indonesien.
Ein Komodowaran, aufgenommen im Jahr 2010 in Indonesien. Bild © picture-alliance/dpa

Im Taunus treibt ein Komodowaran sein Unwesen - zumindest wollen Scherzkekse das den Menschen weismachen. Die Riesen-Echse soll aus dem Opel-Zoo ausgebüxt sein. Stimmt aber nicht.

Eine solche Meldung kann durchaus für Panik sorgen: Plakate warnen in und um Königstein im Taunus vor einem freilaufenden Komodowaran. Auch bei Whatsapp macht die Nachricht seit einigen Tagen die Runde. Ein Exemplar der bis zu drei Meter langen und bis zu 160 Kilo schweren Riesen-Echsen sei durch ein Loch im Zaun aus dem Opel-Zoo in Kronberg (Hochtaunus) geflohen, heißt es.

Nach einer erfolglosen Suche per Hubschrauber habe der Tierschutzverband die Hoffnung aufgegeben, Komodowaran "Willi" noch zu schnappen, steht auf dem Flyer. Die Bevölkerung darf sich noch über einige Tipps zur Begegnung mit dem giftigen Tier freuen: "Bringen Sie sich langsam und vorsichtig in Sicherheit" heißt es. Und im Falle eines Angriffs solle man sich flach auf den Boden legen.

Prädikat "ausgedacht": Diese Warnung vor einem entlaufenen Komodowaran ist Quatsch.
Prädikat "ausgedacht": Diese Warnung vor einem entlaufenen Komodowaran ist Quatsch. Bild © Jana Schmusch

Man könnte den Verfassern der Warnung beinahe danken für so viel Fürsorge. Blöd nur, dass an der Geschichte gar nichts dran ist. "Hier hat sich jemand einen schlechten Scherz erlaubt", schreibt der Opel-Zoo auf seiner Homepage. Warane werden dort nämlich gar nicht gehalten. Die Scherzkekse müssen beim nächsten Mal außerdem ihre Fakten checken. Denn: Bei den derzeitigen Temperaturen könnten sich die Echsen gar nicht fortbewegen.

Sendung: hr4, 20.3.2019, 17.30 Uhr