Flanierende Mitreisende vor dem Kabinenfenster können nicht als Reisemangel beanstandet werden.

Das entschied die Reiserechtskammer des Landgerichts Frankfurt in einem noch nicht rechtskräftigen Berufungsurteil (Az.:2-24 S 216/18). Die Klägerin hatte eine Außenkabine der höchsten Kategorie gebucht, die laut Reiseveranstalter einen "malerischen Meerblick" hatte. Da Mitreisende aber ihr Sichtfeld kreuzten, ging sie vor Gericht. Das entschied nun: Der Klägerin hätte klar sein müssen, dass andere Gäste ihr Kabinenfenster passierten.