Kuh Hanna in ihrem neuen Stall in Kalbach im Kreis Fulda.

Nach ihrer spektakulären Flucht vor dem Schlachter hat die Kuh Hanna in Osthessen eine neue Heimat gefunden. Das Tier war in Mecklenburg-Vorpommern auf der Fahrt zum Schlachthof ausgerissen und von der Feuerwehr aus einem Fluss gerettet worden.

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zum hr-fernsehen.de Video Vor Schlachter geflüchtet - Kuh Hanna genießt Ruhestand

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Kuh Hanna wurde in der Nacht auf Dienstag aus Vipperow in Mecklenburg-Vorpommern zu einem Hof nach Kalbach (Landkreis Fulda) gebracht, wie die ehemaligen Halter bestätigten. "Sie ist heute Morgen dort eingetroffen - ihr geht's schon richtig super", sagten sie am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Die Bild-Zeitung und die Ostsee-Zeitung hatten zuerst über die nächtliche Reise des Tieres berichtet.

Der Verein Rüsselheim hatte Hanna von dem Landwirtschaftsbetrieb gekauft. Er betreut nach eigenen Angaben deutschlandweit rund 1.500 Tiere, die vor dem Schlachttod gerettet wurden oder in unwürdigen Umständen lebten. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Parteien Stillschweigen.

Feuerwehr zog unterkühlte Kuh aus dem Schlamm

Kuh Hanna bei ihrer Rettung im November in der Müritz.

Hanna hatte im November bundesweite Berühmtheit erlangt, als sie auf der Fahrt zum Schlachthof beim Verladen ausbüxte und stundenlang durch die Müritz schwamm. Am Ende blieb sie im schlammigen Untergrund stecken. Sie konnte sich von alleine weder bewegen noch selbst befreien. Mit Hilfe von Seilen und einem Radlader zog die Feuerwehr das anderthalb Jahre alte Rind völlig unterkühlt aus dem Schlamm.

Laut Bild-Zeitung entschieden die Besitzer: Dieser Überlebenswille müsse belohnt werden, Hanna dürfe leben. In den Folgetagen habe es ein regelrechtes Wettbieten auf die Kuh gegeben. "Ja, wir waren schon ganz schön überwältigt", zitiert die Ostsee-Zeitung die Ex-Halter. Erst nach Neujahr habe festgestanden: Die Kuh kommt auf einen Hof nach Hessen. Dort passe sie ganz gut rein.

Sendung: hr-fernsehen, maintower, 14.01.2020, 18.00 Uhr