Kunden müssen teure Diät-Drinks auch dann bezahlen, wenn sie nicht die gewünschte Wirkung zeigen.

Ein entsprechender Vertrag wurde in einem am Donnerstag bekanntgewordenen Urteil des Amtsgerichts Frankfurt für rechtmäßig angesehen. Das klagende Unternehmen bekam die kompletten Kosten von 1.390 Euro für das Abnehmprogramm mit sogenannten Diätshakes zugesprochen. (AZ 31 C 2664/18(23).

Der beklagte Kunde wollte es lediglich bei der Anzahlung von 690 Euro bewenden lassen, weil die Drinks bei ihm Bluthochdruck hervorgerufen hätten und die Firma auch nicht über Nebenwirkungen aufgeklärt habe. Darüber hinaus sei der Preis für die Diätkur Wucher.

Laut Urteil handelt es sich bei einem solchen Diätplan jedoch nicht um eine medizinische Behandlung, deren Preis wegen "Schlechtleistung" gemindert werden könne. Die Feststellung von Übergewicht erfordere keine besondere fachliche Qualifikation, so das Gericht. Auch liege kein Wucher vor, weil keine Zwangslage des übergewichtigen Kunden vorgelegen habe. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.