Landgericht und Amtsgericht Frankfurt

Wegen Totschlags hat das Landgericht Frankfurt einen Mann zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Er hatte seinen Mitbewohner in einer Flüchtlingsunterkunft in Bad Homburg erstochen.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der 29-Jährige seinen Mitbewohner mit einem Hackmesser getötet hatte. Das Landgericht Frankfurt verhängte deshalb eine Haftstrafe von dreizehneinhalb Jahren. Das Gericht ging dabei von vollendetem Totschlag aus.

Die Tat hatte sich im Februar 2018 in einer Flüchtlingsunterkunft in Bad Homburg ereignet. Der Anklage zufolge fügte der Pakistaner einem 42 Jahre alten Mitbewohner mehr als 50 Hiebe mit einem Messer zu. Der Mitbewohner sei sofort gestorben. Das Motiv blieb weiterhin unklar.

Drei Bewohner der Flüchtlingsunterkunft waren in der Tatnacht durch Hilferufe auf die Auseinandersetzung aufmerksam geworden. Das Zimmer, in dem sich der Angriff ereignete, war verschlossen. Die Bewohner verständigten die Polizei, die in dem Raum nur noch den Toten fand.

Angeklagter schwieg vor Gericht

Der Täter war unmittelbar nach der Tat geflüchtet, hatte dabei aber am Tatort Fußspuren im Blut hinterlassen. Seine Flucht endete in Spanien, wo er schließlich festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert wurde.

Vor Gericht schwieg der Angeklagte zu dem Vorwurf. "Das ist sein gutes Recht. Wir können damit aber auch keine positiven Aspekte feststellen", hieß es im Urteil. Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme stehe er jedoch als Täter "zweifelsfrei fest". Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.