Unfallstelle auf der A3
Bild © Michael Seeboth (hr)

Nichts ging mehr im Berufsverkehr am Dienstagabend rund um Frankfurt. Ein Fehler beim Spurwechsel führte zu einer Vollsperrung der A3 und mehreren Folgeunfällen. Ein Mensch wurde schwer verletzt. Die Polizei hatte auch mit Gaffern zu kämpfen.

Der erste Unfall ereignete sich gegen 14.45 Uhr auf der A3 kurz vor dem Offenbacher Kreuz in Richtung Würzburg. Laut Polizei kam es beim Fahrstreifenwechsel zu einem Auffahrunfall. Dabei schob ein Lkw drei Autos ineinander. Ein Fahrer wurde leicht verletzt.

Die Polizei musste die Autobahn sperren. Durch den beginnenden Berufsverkehr "lief der Stau schnell voll", wie ein Polizeisprecher sagte. Es kam zu weiteren Folgeunfällen, mindestens vier allein auf der A3.

Transporter kracht auf Lastwagen, Rettungshubschrauber im Einsatz

So krachte es kurz vor 16 Uhr nahe der Anschlusstelle Kelsterbach. Hier raste ein Kleinlaster am Stauende in einen Lkw. Der Fahrer des Transporters wurde so schwer verletzt, dass er mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen wurde.

Zerstörte Front des Kleinlasters, Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizeiwagen
Die Vorderseite des Kleinlasters wurde beim Aufprall völlig zerstört. Bild © wiesbaden112.de

Nach Angaben der hr-Verkehrsredaktion betrug der Stau gegen 17 Uhr rund 16 Kilometer, auch um 19 Uhr staute es sich noch auf 12 Kilometern. Autofahrer mussten sich auf eine Verzögerung von über einer Stunde einstellen.

Polizei mit Streifen gegen Gaffer

Die Polizei war zeitweise mit vier Streifen unterwegs, um gegen Gaffer vorzugehen. Allerdings nicht für lange, weil sich auf vielen weiteren Autobahnen rund um Frankfurt ebenfalls mehrere kleinere Auffahrunfälle ereigneten.

Bei diesen Unfällen gab es nach Worten eines Polizeisprechers "wenn überhaupt" nur Leichtverletzte. Unter anderem krachte es auf der A5 am Frankfurter Kreuz in Richtung Darmstadt auf der Verbindung zur A3 Richtung Frankfurt.

Sendung: hr-fernsehen, maintower, 13.03.2018, 18 Uhr