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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Förster warnen vor Gefahr durch Astbruch in Hessens Wäldern

Hessenforst warnt vor Gefahren im Wald durch Astbruch

Hessens Wälder leiden unter enormer Trockenheit. Viele Bäume sind krank. Äste können abbrechen und zu Boden stürzen. Das ist eine große Gefahr für Wanderer, wie die Forstverwaltung warnt.

Viele beliebte Wanderwege, eine Nordic-Walking-Strecke und ein Barfußpfad - der Wald bei Schloss Bieberstein ist ein gern besuchtes Ausflugsziel - doch derzeit kann das lebensgefährlich sein. "Da sind Äste mit zehn Zentimeter Durchmesser. Die brechen einfach ab, weil sie spröde sind", erklärt der Leiter des Forstamtes Hofbieber (Fulda), Florian Wilshusen. "Manche Äste sind so schwer, dass sie jemanden erschlagen können", verdeutlicht er.

Hessen-Forst: Sterben der Bäume ist eine Folge der Klimakrise

Auch in anderen Gebieten Hessen sieht es derzeit ähnlich aus. Die Wälder sind zu trocken. Der Regen in den vergangenen Tagen hat daran nicht viel geändert. Auch in der Rhön gebe es trockene Waldgebiete, aber auch im nordhessischen Kreis Waldeck-Frankenberg sowie in Mittel- und Südhessen sei das der Fall, berichtet Hessen-Forst-Sprecherin Michelle Sundermann.

An vielen Orten hat der Landesbetriebes Hessen-Forst jetzt Schilder aufgestellt, die Spaziergänger und Wanderer vor Astbruch warnen. "Wegen Trockenheit sterben Bäume ab", heißt es darauf. "Äste und Baumkronen können plötzlich abbrechen und herabstürzen."

Vor allem abseits der Wege müsse mit "waldtypischen Gefahren" gerechnet werden, erläutert die Sundermann. "In den letzten Jahren sind diese Gefahren immer häufiger geworden, weil die Bäume durch die Klimakrise absterben", erklärt die Hessen-Forst-Sprecherin.

Rat an Wanderer: Keine Pausen unter abgestorbenen Bäumen

Die Sicherung der Wege sei eine große Herausforderung angesichts der großen Schäden im Wald. "Dort, wo wir nicht schnell genug Abhilfe schaffen können und gleichzeitig die Gefahr zu groß ist, müssen wir den Wald sperren", sagt Sundermann.

Waldbesucher sind dazu aufgerufen, abgesperrte Bereiche und Wege zu respektieren und zu meiden. Eine Sperrung zu umgehen, sei mitunter lebensgefährlich. Ihr Rat: "Gehen Sie aufmerksam und besonnen durch den Wald und machen Sie zum Beispiel keine Pause unter einem abgestorbenen Baum."

Die Förster versuchten, die Gefahren zu entschärfen, indem sie Äste absägen, bevor sie zu Boden stürzen. Sie fehlten dann allerdings bei anderen Aufgaben - etwa in der Holzernte, der Pflanzung und Bestandspflege, erklärt Sundermann.

Sendung: hr4, 15.07.2021, 15.30 Uhr