Nach dem Fund von zwei Leichen bei dem Brand eines Gießener Einfamilienhauses steht fest, dass die Opfer an einer Rauchgasvergiftung gestorben sind.

Die Obduktionsergebnisse ergaben keine Hinweise auf Gewalteinwirkung, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Feuerwehr hatte die beiden Leichen in der Nacht zum vergangenen Freitag im Obergeschoss des brennenden Gebäudes im Stadtteil Lützellinden entdeckt.

Ob es sich wie nach der ersten Einschätzung bei den Toten um die Bewohner des Hauses, eine 52 Jahre alte Frau und einen 26 Jahre alten Mann, handelt, steht einem Sprecher zufolge weiterhin nicht abschließend fest. Die Polizei erwartet die Ergebnisse des DNA-Abgleichs demnach frühestens Ende der Woche. Auch die Brandursache ist noch nicht geklärt. Nach Angaben einer Sprecherin sind Ermittler vor Ort, mit einem Ergebnis wird frühestens am Dienstag gerechnet.

Mehr als elf Stunden hatten die Helfer am Freitag gegen das Feuer gekämpft, immer wieder auflodernde Brandstellen gelöscht. Laut Polizei stand das zweigeschossige Haus bereits komplett in Flammen, als die Feuerwehr anrückte. Als die Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten das brennende Haus betraten, entdeckten sie die beiden Toten. Brandexperten der Kriminalpolizei hatten das Gebäude wegen der Hitze zunächst nicht betreten können. Eine vorsätzliche Brandstiftung von außen schlossen sie jedoch vorerst aus.