Gesichtsrekonstruktion
Wer ist der unbekannte Tote? Bild © Polizeipräsidium Osthessen

Seit knapp zweieinhalb Jahren versucht die Polizei die Identität eines in Rotenburg gefundenen Toten zu klären. Nach einer aufwändigen Rekonstruktion des Gesichts hoffen die Ermittler nun auf neue Hinweise.

Bis heute ist die Identität eines im Februar 2016 in einem Wald bei Rotenburg an der Fulda gefundenen menschlichen Skeletts unbekannt. Eine Untersuchung des Erbguts konnte lediglich klären, dass es sich bei dem Toten um einen älteren Mann handelt.

Nun setzt das Landeskriminalamt zur Lösung des Falls auf eine Gesichtsrekonstruktion. Grundlage bilden Informationen aus dem Obduktionsbericht und Fotos vom Auffindeort. Bei der Rekonstruktion wird dann der Schädel betrachtet und abgetastet, um Konturen, Asymmetrien und Wölbungen detailliert auf ein Modell übertragen zu können.

Die Frisur bleibt Spekulation

Jedes Gesichtsmerkmal können die LKA-Spezialisten rekonstruieren - nur die Haare nicht. Deswegen haben die Ermittler verschiedene Frisuren auf das modellierte Gesicht des unbekannten Mannes drapiert.

Viel ist über ihn auch nach mehr als zweijähriger Ermittlungsarbeit nicht bekannt: Die Gerichtsmediziner gehen von einem Mann "im fortgeschrittenen Alter" mit Konfektionsgröße 54 aus, wie Kleidungsreste belegen. Gefunden wurde zudem eine Brille im Etui eines Optikers aus Weiden in der Oberpfalz.

Womöglich letzte Chance

Der Tote dürfte vor dem Auffinden schon mehrere Jahre in dem Waldstück gelegen haben. Eine passende Vermisstenmeldung liegt bundesweit nicht vor. Daher könnte die Rekonstruktion des Gesichts nun die letzte Chance sein, um die Identität doch noch zu klären.