Der Lkw am Ende der Geisterfahrt über die A67 und die A5
Der Lkw am Ende der Geisterfahrt über die A67 und die A5 Bild © Keutz TV News

Er raste betrunken mit seinem Laster dutzende Kilometer als Geisterfahrer über die Autobahn und ließ sich auch von Straßensperren nicht stoppen: Dafür muss sich ein 48-Jähriger nun wegen des Verdachts des versuchten Totschlags vor dem Landgericht Darmstadt verantworten.

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Ein Lasterfahrer muss sich seit Mittwoch an vor dem Landgericht Darmstadt wegen des Verdachts des versuchten Totschlags verantworten. Der 48-Jährige soll nach Angaben des Gerichts im vergangenen November mit seinem Sattelzuggespann auf einem Rastplatz der A67 bei Darmstadt eine Pause gemacht und Alkohol getrunken haben. Am späten Abend soll er dann mit dem Laster als Geisterfahrer auf die Autobahn gefahren sein.

Von der Rastanlage Büttelborn (Groß-Gerau) raste der Mann laut Anklage mit seinem Lkw auf die Verlängerung zur A5 und ließ sich dabei auch nicht von der Polizei stoppen, die unter anderem Straßensperren errichtete. Zwischen Darmstadt und Eberstadt kam es dann zu einem Unfall, als der Lastwagen auf der mittleren Fahrspur einen Pkw touchierte. Die beiden Insassen wurden glücklicherweise nur leicht verletzt.

Halbvolle Whiskyflasche im Führerhaus

Erst nach etwa 21 Kilometern auf Höhe von Zwingenberg (Bergstraße) gelang es den Beamten, den Lkw auszubremsen. Der Fahrer wurde festgenommen, in seiner Fahrerkabine stellten Polizisten eine leere und eine halbvolle Flasche Whisky sicher. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,48 Promille. Der Fahrer kam daraufhin in Untersuchungshaft in der JVA Weiterstadt.

Sendung: hr-fernsehen, maintower, 15.5.2019, 18 Uhr