Der Lkw-Auflieger wird in die Luft gehoben.
Der Lkw-Auflieger hatte Schweinehälften geladen. Er wurde mit zwei Kränen abtransportiert. Bild © hessennews.tv

Gerade erst war die A44 bei Kassel wieder für den Verkehr freigegeben, da wurde sie auch schon wieder fast einen Tag lang gesperrt. Ein Lkw-Fahrer hatte am Samstag einen folgenschweren Unfall verursacht.

Kaum war die A44 zwischen dem Kasseler Westkreuz und dem Dreieck Kassel-Süd wieder freigegeben, musste sie auch schon wieder gesperrt werden. Grund waren dieses Mal keine Bauarbeiten, sondern ein Unfall.

Wie die Polizei mitteilte, hatte ein 72 Jahre alter Lkw-Fahrer am Samstagabend gegen 20.40 Uhr offenbar die Fahrbahnbegrenzung übersehen. Sein 40-Tonner rutschte 30 Meter weit über die Absperrung. Verletzt wurde niemand. Allerdings touchierte der Lkw eine neu eingebaute Lkw-Waage.

Sachschaden bei etwa 60.000 Euro

Zwei Kräne waren im Einsatz, um den Lastwagen zu bergen. Er hatte Schweinehälften geladen. Weil aber die Kühlanlage nicht beschädigt wurde, konnte das Fleisch in dem Auflieger bleiben und musste nicht umgeladen werden. Der Schaden an dem Sattelzug beträgt rund 60.000 Euro.

Für die Bergung und um die Waage zu überprüfen und neu zu kalibrieren wurde die Autobahn in Richtung Kassel bis zum Sonntagnachmittag voll gesperrt. Spezialisten überprüften die Lkw-Waage auf Schäden, das Verfahren dazu sei aufwendig, teilte die Polizei mit. Geeichte Lkw müssten über die Waage gefahren werden, um zu überprüfen, ob das Gerät beschädigt wurde. Gegen 16 Uhr konnte die Strecke wieder freigegeben werden.

Die Waage soll zu schwere Lastwagen ausbremsen

Seit Montag war die A44 an dieser Stelle für mehrere Tage gesperrt, dabei wurde auch die neue Lkw-Waage eingebaut. Erst am Freitagabend wurde die Strecke wieder endgültig freigegeben.

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Die Lkw-Waage misst während der Fahrt das Gewicht der darüberfahrenden Lastwagen. Sollte ein Lkw schwerer sein als die an der Stelle erlaubten 3,5 Tonnen, verhindert eine dahinter liegende Schranke, dass er weiterfährt.

So soll die sanierungsbedürftige Bergshäuser Brücke vor zu großen Lasten geschützt werden. Ein ähnliches System war in der Vergangenheit bereits an der Schiersteiner Brücke in Wiesbaden zum Einsatz gekommen.