Ein A330-300 der Lufthansa auf dem Flughafen Frankfurt.
Lufthansa-Maschinen am Frankfurter Flughafen Bild © picture-alliance/dpa

Aufregung bei der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen: Der Pilot einer Lufthansa-Maschine hat versehentlich einen Code gesendet, der bei Flugzeugentführungen benutzt wird. 20 Minuten lang herrschte Alarm.

Beim Anflug auf den Frankfurter Flughafen hat der Pilot einer Lufthansa-Maschine am Montag einen falschen Code eingegeben und damit bei den Sicherheitsbehörden einen Alarm ausgelöst. Der irrtümlichen Eingabe des Entführungscodes vorausgegangen war ein technisches Problem mit dem Kommunikationsgerät im Cockpit, wie ein Sprecher der Airline sagte.

Demnach konnte der Pilot an die Mitarbeiter der Flugverkehrskontrolle senden, diese aber im Gegenzug nicht empfangen. Zur Meldung dieses Problems war die Eingabe eines Codes nötig - er gab aber aus Versehen den falschen ein. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor darüber berichtet.

Pilot bemerkte Fehler

Durch diesen Code, der bei Flugzeugentführungen benutzt wird, seien die Führungsstäbe von Landespolizei, Bundespolizei und Bundeswehr informiert worden und hätten sich sehr schnell abgestimmt, sagte Bundespolizei-Sprecher Reza Ahmari. Nach rund 20 Minuten sei die Alarmsituation wieder heruntergefahren worden. Dann habe der Pilot seinen Fehler bemerkt und den richtigen Code eingegeben.

Wegen der technischen Probleme sei er nicht erreichbar gewesen, erklärte der Lufthansa-Sprecher. Die am Morgen aus dem schottischen Aberdeen kommende Maschine sei sicher gelandet, wenn auch mit Verspätung. Zu möglichen Konsequenzen für den Piloten wegen der falschen Code-Eingabe wollte sich die Lufthansa auf Anfrage nicht äußern.

Sendung: hessenschau kompakt, hr-fernsehen, 19.2.2018, 16.45 Uhr