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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Streit im Bahnhofsviertel endet mit Querschnittslähmung

Fassade des Land- und Amtsgerichts in Frankfurt

Weil ein Streit in Frankfurt im August 2019 eskalierte, ist ein Mann seitdem querschnittsgelähmt. Sein Kontrahent von damals steht nun vor Gericht.

Nach einer Autofahrt mit beinahe tödlichem Ausgang steht seit Freitag ein Mann vor dem Landgericht Frankfurt. Der 27-Jährige muss sich wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, im August 2019 im Frankfurter Bahnhofsviertel mit einem 26-jährigen Mann in Streit geraten zu sein. Er soll dann mit ihm auf der Motorhaube bis in den Stadtteil Bockenheim gefahren haben. Dort sei das Opfer von der Haube gefallen und mehrere hundert Meter am Boden mitgeschleift worden. Der 26-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen und ist seither querschnittsgelähmt.

Angeklagter kündigt Aussage an

Während der halsbrecherischen Fahrt versuchte der 27-Jährige laut Anklage mehrfach, mit ruckartigem Bremsen und Lenkmanövern seinen Kontrahenten von der Haube seines Kleintransporters zu stoßen. Der 26-Jährige soll selbst auf die Motorhaube gesprungen sein. Andere Autofahrer alarmierten die Polizei.

Zum Prozessauftakt kündigte der 27-Jährige eine Aussage für den kommenden Verhandlungstag Anfang Januar an. Die Schwurgerichtskammer hat bislang fünf weitere Termine bis Mitte Februar anberaumt.

Sendung: hr4, 18.12.2020, 9.30 Uhr