ICE-Zug der Deutschen Bahn

Am Bahnhof Gelnhausen hat ein junger Mann eine brennende Leuchtfackel vor einen durchfahrenden ICE geworfen. Der Lokführer zog daraufhin die Notbremse. 200 Fahrgäste strandeten.

Mit brennender Pyrotechnik hat in der Nacht zum Donnerstag ein 22-Jähriger einen ICE im Bahnhof Gelnhausen zu einer Notbremsung gezwungen. Der Mann warf gegen 1.45 Uhr eine Art Leuchtfackel vor den durchfahrenden Zug ins Gleis, wie die Bundespolizei mitteilte.

Keine Verletzten bei Vollbremsung

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich rund 200 Fahrgäste an Bord. Verletzt wurde bei der Vollbremsung niemand. Die Strecke musste für knapp eine Stunde gesperrt werden. Mehrere Züge verspäteten sich deswegen.

Durch Hinweise des Lokführers konnte die Polizei den mutmaßlichen Täter nach eigenen Angaben noch in der Nacht am Bahnhof festnehmen. Die Beamten fanden demnach bei einer Durchsuchung weitere pyrotechnische Gegenstände.

Der 22-Jährige müsse sich nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten, hieß es.