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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Medizinstudenten rufen Wettbewerb zum Blutspenden auf

Blutspende

Blutkonserven fehlen an allen Ecken und Enden, gerade zu Corona-Zeiten. Als angehender Mediziner will ein Marburger Student mit gutem Beispiel vorangehen und hat einen außergewöhnlichen Wettbewerb initiiert.

Kürzlich wies das Sozialministerium auf einen eklatanten Mangel an Blutkonserven in den Krankenhäusern hin, jetzt will ein Medizinstudent von der Philipps-Universität Marburg Abhilfe schaffen. Mit der Aktion "Medisspendenblut" rufen Leonard Richter und manche seiner Kommilitonen zum Blutspenden an rund 20 medizinischen Fakultäten in Deutschland auf.

Für den Sieger gibt es einen Pokal

Das Ganze ist als Wettbewerb angelegt und hat am Montag begonnen. Gewinnen wird diejenige Fakultät, die bis 3. Juli im Verhältnis zur Zahl ihrer Medizinstudenten die meisten Spenden gesammelt hat. Sie soll dann als "blutreichste Fakultät" mit dem "Medisspendenblut"-Pokal ausgezeichnet werden.

Auch wenn sich der Appell vor allem an Medizinstudenten richtet: Mitmachen kann der Ausschreibung zufolge jeder, der eine bestimmte Hochschule bei dem Wettbewerb unterstützen möchte. Teilnehmende Studierende dürfen somit auch ihre Familien mobilisieren. In Zukunft soll der Wettbewerb jährlich stattfinden.

Mediziner sollen Vorbilder sein

"Als zukünftige Mediziner tragen wir eine besondere Verantwortung und auch die Pflicht, gerade beim Thema Blutspenden als Vorbilder im Sinne der Gesellschaft zu handeln", begründet Richter die Aktion. Man wolle möglichst viele Menschen erreichen, sie über die Funktion lebensrettender Blutkonserven informieren und zum Blutspenden ermutigen.

Mitte Mai rief Sozialminister Kai Klose (Grüne) zum Blutspenden auf. Durch die Corona-Krise seien die Reserven erschöpft. In vielen Krankenhäusern seien kaum noch Blutkonserven vorhanden. Gerade mit der wieder steigenden Zahl an Operationen würden diese aber dringend benötigt.

Sendung: hr4, hessenschaureport, 08.06.2020, 17.30 Uhr