Der Amoklauf in den USA mit 21 Toten ist kurz vorher offenbar einer Jugendlichen aus Frankfurt angekündigt worden. Die 15-Jährige soll mit dem Schützen gechattet haben.

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Amokschütze hatte Kontakt zu 15-Jährigen aus Frankfurt

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Bei dem Amoklauf an einer Grundschule in Texas tötete ein 18-Jähriger in einem Klassenzimmer 19 Kinder und zwei Lehrer, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Der US-Nachrichtensender CNN berichtet, dass der Schütze kurz vor dem Massaker auch Textnachrichten an ein Mädchen aus Frankfurt geschickt haben soll.

Die 15-Jährige soll seit Anfang Mai in Kontakt mit dem Schützen gestanden haben. Der Sender beruft sich auf Chatprotokolle und ein Gespräch mit dem Teenager aus Frankfurt. Der 18-Jährige hatte seine Tat auch auf Facebook angekündigt.

Schütze verschickte Videos

Der Schütze schickte dem Sender zufolge auch Videos von sich an das Mädchen. "Er sah glücklich aus und fühlte sich wohl im Gespräch mit mir", zitierte CNN die 15-Jährige. Kurz vor der Tat soll er sich per Textnachricht über seine Großmutter beschwert haben. Dann habe er dem Mädchen geschrieben, der 66-Jährigen in den Kopf geschossen zu haben. Die Frau überlebte.

Der Schütze habe im Anschluss auch geschrieben, in einer Grundschule um sich schießen zu wollen, berichtet CNN. Das sei die letzte Nachricht an die Frankfurterin gewesen. "Jedes Mal, wenn ich mit ihm sprach, hatte er nie Pläne mit seinen Freunden", sagte das Mädchen demnach.

Streit über Waffengesetze

Nach dem Blutbad in der Robb Elementary School in Uvalde nahe San Antonio ist in den USA abermals ein politischer Streit über strengere Waffengesetze ausgebrochen. Auch US-Präsident Joe Biden beklagte erneut das Ausmaß an Waffengewalt und kündigte an, die betroffene Gemeinde besuchen zu wollen.

Eine Verschärfung der Waffengesetze in den USA scheitert seit vielen Jahren an einer grundlegenden Uneinigkeit zwischen Demokraten und Republikanern in dieser Frage. Während viele Demokraten seit langem eine substanzielle Verschärfung der Vorschriften für Waffenbesitz im Land fordern, sind viele Republikaner vehement dagegen.

Wie das Innenministerium auf hr-Anfrage erklärte, hat die hessische Polizei Kontakt mit den amerikanischen Behörden aufgenommen und ihre Unterstützung bei den Ermittlungen angeboten.

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