Aus Hessen werden immer mehr Flüchtlinge abgeschoben.

Aus Zahlen des Innenministeriums in Wiesbaden geht hervor, dass im vergangenen Jahr rund 1.700 Personen gegen ihren Willen in ihre Heimat oder in das EU-Land zurückgebracht wurden, in das sie zuerst eingereist waren. Das sind ein Drittel mehr Menschen als im Jahr zuvor. Aus Wiesbaden Nicholas Buschschlüter. 

Die meisten Abgeschobenen stammten aus Algerien, gefolgt von Albanien und dem Iran. Die Zahl der freiwilligen Ausreisen aus Hessen sank dagegen auf rund 2.460.

Wer freiwillig ausreist, könnte wieder einreisen. Wer abgeschoben wird, bekommt dagegen eine Einreise-Sperre. In knapp 1.300 Fällen konnten Abschiebungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Die häufigsten Gründe: entweder waren die Betroffenen nicht auffindbar oder sie leisteten Widerstand.