Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Hessen ist 2018 deutlich gestiegen.

Bei rund 4.100 Kindern und Jugendlichen stellten die Jugendämter eine Kindeswohlgefährdung fest, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Im Vergleich zu 2017 waren damit 15 Prozent mehr Kinder und Jugendliche gefährdet. 2.373 Fälle in Hessen stuften die Ämter als "akut" ein, fast 370 mehr als 2017. Meistens handelte es sich um Vernachlässigung, gefolgt von psychischer und körperlicher Misshandlung. 200 Hinweise auf sexuelle Gewalt wurden gezählt.