Die hessischen Jäger haben in der Saison 2018/2019 mehr Nilgänse als im Vorjahreszeitraum erlegt.

Die Zahlen hätten ein "neues Allzeithoch" erreicht, teilte der Landesjagdverband Hessen in Bad Nauheim mit. Demnach wurden rund 2800 Nilgänse geschossen - fast zehn Prozent mehr als im Vorjahr. In der Jagdsaison 2011/2012 waren erst etwa 800 dieser eingewanderten Vögel erlegt worden.

Der stetige Anstieg zeige "die zunehmende Ausbreitung dieser invasiven, gebietsfremden Art, was sowohl im Bereich der Landwirtschaft als auch auf öffentlichen Flächen wie Parkanlagen und Badeseen zu immer mehr Problemen führt", erläuterte der Verband die Zahlen. Die allermeisten Tiere seien aber in den Jagdrevieren beispielsweise an Flüssen oder in Feldern erlegt worden, sagte ein Sprecher.

Nilgänse sind vor allem wegen ihres Kots in mehreren Kommunen ein Ärgernis. Um sie von Parks oder Seen fernzuhalten, greifen die Städte zu Schutzzäunen und Hecken, teilweise geben sie die Tiere auch zum Abschuss frei.