Unfall Freibad Griesheim

Temperaturen jenseits der 35-Grad-Marke, volle Schwimmbäder und Badeseen: Wo viele Menschen Abkühlung suchen, bleiben Unglücksfälle nicht aus. In Griesheim wurde ein Kind in letzter Minute bewusstlos aus dem Wasser gerettet. Für andere Menschen kam jede Hilfe zu spät.

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Badeunfälle überschatten Sommer-Wochenende

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Es war wohl Rettung in letzter Minute. Leblos trieb am Sonntagmittag ein Sechsjähriger in einem Becken im Freibad von Griesheim (Darmstadt-Dieburg). Als er aus dem Wasser gezogen wurde, war er laut Schilderung der Polizei nicht ansprechbar. Erst nach Wiederbelebungsmaßnahmen kam der Junge wieder zu sich.

Wie die Polizei weiter berichtete, befindet sich das Kind mittlerweile nicht mehr ins Lebensgefahr. Zur Beobachtung wurde es dennoch von einem Rettungshubschrauer in eine Klinik gebracht. Während das Badeunglück in Griesheim somit ein mehr oder minder glimpfliches Ende nahm, hatten andere Verunglückte an diesem Wochenende weniger Glück.

28-Jähriger tot aus Rhein geborgen

Bereits am Samstag hatten Rettungskräfte bei Wiesbaden die Leiche eines 28-jährigen Mannes aus Darmstadt aus dem Rhein gezogen. Nach ihm war seit Freitag gesucht worden, nachdem er zuletzt gesehen worden war, wie am "Alten Bootshaus" in Biebesheim (Groß-Gerau) in den Fluss gestiegen war.

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Schwimmer tot aus Rhein geborgen

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Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Rettungsdienste und sogar der Polizeifliegerstaffel hatten sich am Freitag auf die Suche gemacht und den Einsatz nach mehreren Stunden erfolglos abgebrochen.

Suche in Waldsee bei Mengerskirchen geht weiter

Bislang zu keinem Ergebnis führte die Suche in einem See bei Mengerskichen (Limburg-Weilburg). Dort ist ein 79-jähriger Mann vermutlich ertrunken. Letztmals wurde er am Donnerstagnachmittag gesehen.

Rettungskräfte und Taucher fanden den Vermissten weder am Donnerstag noch am Freitag. Am Samstag wurde die Suche zunächst eingestellt, am Sonntag aber fortgesetzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Der See wurde zwischenzeitlich abgesperrt.

Der Rentner war am Donnerstag beim Schwimmen aus zunächst ungeklärter Ursache unter Wasser geraten. Eine Zeugin alarmierte die Polizei. Der Rentner war in Begleitung seines Sohnes zum Schwimmen gegangen.

DLRG-Rettungstaucher ziehen ihre Ausrüstung am Seeufer an.

22-Jähriger stirbt im Lahn-Dill-Kreis

Bei einem mutmaßlichen Badeunfall in Driedorf (Lahn-Dill) war in dieser Woche ebenfalls ein Mann gestorben. Der 22-Jährige hatte mit Freunden am Heisterberger Weiher gefeiert und sei gegen 0.45 Uhr in der Nacht zum Donnerstag noch einmal schwimmen gegangen, teilte die Polizei mit. Taucher entdeckten den leblosen jungen Mann.

Warnung vor Schwimmen im Rhein

Polizei und Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben angesichts der hohen Juni-Temperaturen eindringlich vor dem Baden im Rhein gewarnt. "Die Gefahr des Wassers wird immer unterschätzt", sagte ein Polizeibeamter im rheinland-pfälzischen Bingen.

Besonders gefährlich seien Buhnen im Rhein - die im rechten Winkel zum Ufer angelegten Steinschüttungen dienen dem Uferschutz. Die sich dort bildenden Wirbel könnten Badende schnell erfassen. "Sie werden in die Fahrrinne gezogen, geraten in Panik und dann haben sie verloren", erklärte der DLRG-Sprecher.

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