Polizist von hinten, auf der Jacke steht in großen Lettern "Polizei". Daneben ein Polizei-Auto mit Blaulicht. Sujetbild.

Ein 18-Jähriger ist am Wochenende in Nauheim in einem Getränkemarkt lebensgefährlich mit einem Messer verletzt worden. Der inzwischen inhaftierte mutmaßliche Täter war bei einem Streit um die Corona-Abstandsregel ausgerastet.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Mann randaliert in Nauheimer Getränkemarkt

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Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und die Polizei ermitteln wegen versuchter Tötung gegen einen 38-jährigen Mann, der am Wochenende mehrere Menschen in einem Getränkemarkt in Nauheim (Groß-Gerau) attackiert haben soll. Wie die Behörden am Montag mitteilten, sitzt der mutmaßliche Gewalttäter wegen des Verdachts der versuchten Tötung in Untersuchungshaft.

Der Auslöser war offenbar banal, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft hessenschau.de sagte: Der 38-Jährige sei an der Kasse von einem Mitarbeiter auf die Einhaltung der coronabedingten Abstandsregeln hingewiesen worden. Das hatte zunächst FFH berichtet. Als Reaktion habe der Festgenommene auf den Mitarbeiter eingeschlagen, eingetreten und ihm das Handy entrissen.

Opfer außer Lebensgefahr

Der 38-Jährige flüchtete daraufhin und soll beim Verlassen des Getränkemarkts auf einen 18 Jahre alten Kunden eingestochen haben. Das Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen, sein Zustand sei aber nicht mehr kritisch, teilte die Polizei am Montag mit.

Beamte ermittelten die Adresse des mutmaßlichen Angreifers, der mit seinem Auto vom Tatort geflüchtet war, und nahmen ihn noch am Samstagabend fest. Dabei biss der 38-Jährige einen Polizisten und verletzte ihn leicht.

Wegen Fluchtgefahr kam der Mann in Untersuchungshaft. Das liege zum einen an der Schwere der Vorwürfe, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, und zum anderen an der Tatsache, dass der 38-Jährige wegen ähnlicher Delikte bereits vorbestraft sei. Dementsprechend drohe ihm nun eine hohe Strafe.

Sendung: YOU FM, 30.11.2020, 14 Uhr