Steinerne Statue der Justitia in der Abendsonne auf einem Dach installiert. Sie wird eingerahmt von zwei weiteren Statuen.

Weil ihn ein Mitarbeiter eines Getränkemarkts auf die Einhaltung der Corona-Regeln hinweist, soll ein 38-Jähriger ausgerastet sein - und einen unbeteiligten Kunden fast erstochen haben. Nun beginnt in Darmstadt der Prozess gegen den Mann.

Als ihn ein Mitarbeiter auf die coronabedingten Abstandsregeln hinweist, rastet ein heute 39-Jähriger in einem Getränkemarkt in Nauheim (Groß-Gerau) aus. Er soll im vergangenen November zunächst auf den Angestellten eingeschlagen, dann auf ihn eingetreten und ihm das Handy entrissen haben – ehe er mehrere unbeteiligte Menschen attackiert haben soll.

Beim Verlassen des Getränkemarkts soll der 38-Jährige auf einen 18 Jahre alten Kunden eingestochen haben. Das Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen, überlebte aber.

Am Montag begann am Darmstädter Landgericht der Prozess gegen den Mann, der wegen versuchten Totschlags angeklagt wurde.

Polizisten gebissen

Beamte hatten nach dem an sich banalen Konflikt, der fast tödlich endete, die Adresse des mutmaßlichen Angreifers ermittelt. Er war mit seinem Auto vom Tatort geflüchtet. Bei seiner Festnahme soll der 39-Jährige dann einen Polizisten gebissen und leicht verletzt haben.

Wegen Fluchtgefahr kam der Mann in Untersuchungshaft. Das liege zum einen an der Schwere der Vorwürfe, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft damals, und zum anderen an der Tatsache, dass der 38-Jährige wegen ähnlicher Delikte bereits vorbestraft sei.

Weitere Informationen Ende der weiteren Informationen