Frühblüher vor einem Schaufenster am Darmstädter Luisenplatz

Täglich purzeln derzeit die Temperaturrekorde in Hessen. Der Februar geht ungewöhnlich warm zu Ende, auch wenn es ab Freitag abkühlt.

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hs 16:45 Uhr 24.02.2021 Thumbnails
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Am Sonntag 19,9 Grad in Michelstadt im Odenwald, am Dienstag 20,1 Grad in Schaafheim im Kreis Darmstadt-Dieburg - zwei Februar-Allzeithöchstwerte für Hessen aus dieser Woche. Doch Rekorde halten sich in diesen Tagen nicht besonders lang. Schon am Mittwochnachmittag maßen die hr-Meteorologen 20,5 Grad, später am Tag dann sogar 20,8 - erneut in Michelstadt. Auch andernorts schossen die Temperaturen im hessischen Teil des Odenwalds und an der Bergstraße am Mittwoch noch einmal in die Höhe.

Verantwortlich dafür sind Winde aus dem Süden, die nicht nur Sahara-Staub nach Deutschland schaufeln, sondern auch entsprechend warme Luft. Das gab es zwar schon immer. Aber der hr-Meteorologe Mark Eisenmann weist darauf hin, "dass in Zeiten der Klimaerwärmung solche Temperaturrekorde häufiger werden". Auch 2020 zum Beispiel heizte sich der Westen des Landes zu solch frühem Zeitpunkt im Jahr auf: Knapp 20 Grad gab es damals in Dillenburg und Runkel (Limburg-Weilburg).

Temperatur sinkt deutlich - und bleibt zu hoch

Liebhaberinnen und Liebhaber traditioneller Verhältnisse dürften nach einem vorfrühlingshaft warmen Donnerstag ab Freitag wieder auf ihre Kosten kommen, zumindest annähernd. Wetterexperte Eisenmann kündigt zum Wochenende für den Süden des Landes Höchstwerte von 14 (Freitag) beziehungsweise 12 (Samstag) Grad an, im Norden könnten es 8 beziehungsweise 7 werden.

Das läge dann immer noch deutlich über den Durchschnittswerten für Ende Februar. Normal wären 4 Grad rund um Kassel und 8 Grad an der Bergstraße.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 24.02.2021, 16.45 Uhr