Zwei Männer haben im Internet Geld kassiert, ohne Waren zu liefern.
Drei Männer sollen im Internet Geld kassiert, aber in vielen Fällen keine Ware geliefert haben. Bild © Imago

Sie sollen im Internet Unterhaltungselektronik verkauft, die Produkte in den meisten Fällen aber nicht geliefert haben. Wegen Millionenbetrugs geht die Staatsanwaltschaft Frankfurt jetzt gegen drei Männer vor.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat drei Männer angeklagt, weil sie mit einem Fakeshop im Internet über 5,1 Millionen Euro ergaunert haben sollen. Ihnen wird unter anderem banden- und gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Die 32, 48 und 55 Jahre alten Männer sollen den Internetshop im Juli 2017 eröffnet haben - gemeinsam mit Hintermännern aus der Türkei.

Über 9.300 Fälle wurden angezeigt

Laut Staatsanwaltschaft verkauften sie über den Shop vor allem technische Geräte und Unterhaltungselektronik zu extrem günstigen Preisen. Eine Sprecherin sagte, anfangs hätten sie die Produkte noch geliefert, später nicht mehr. Insgesamt habe der Shop mehr als 28.000 Kunden gehabt. In über 9.300 Fällen sei Anzeige erstattet worden.

Dem damaligen Geschäftsführer des Shops wird außerdem vorgeworfen, Umsatzsteuern hinterzogen zu haben - in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Ob die Anklage zugelassen wird, entscheidet jetzt das Frankfurter Landgericht. Die drei Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft.

Sendung: hr-iNFO, 07.12.2018, 14 Uhr