Einen Millionenschaden verursachte im Sommer der Brand eines Kindergartens im mittelhessischen Heuchelheim. Nun haben zwei Teenager gestanden, für das Feuer verantwortlich zu sein.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Kita-Brand in Heuchelheim: Jugendliche gestehen

Betroffene Kinder und Eltern machten sich ein Bild von Brandstelle
Ende des Audiobeitrags

Zwei Jugendliche stehen im Verdacht, für den Brand eines Kindergartens im Juni in Heuchelheim (Gießen) verantwortlich zu sein. Die beiden 17-Jährigen legten nach Angaben der Staatsanwaltschaft Gießen vom Freitag ein Geständnis ab.

Die jungen Männer sind auf freiem Fuß. "Es lagen keine Haftgründe vor", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Gegen die Verdächtigen wird wegen Brandstiftung ermittelt. Allerdings gebe es keine Hinweise darauf, dass die Jugendlichen die Kita gezielt zerstören wollten, sagte der Sprecher.

Zuerst hatte die Gießener Allgemeine berichtet. Demnach hatten die Jugendlichen gezündelt, dabei war ein Mülleimer in Brand geraten und das Feuer griff auf das Gebäude über. Löschversuche der Jugendlichen seien fehlgeschlagen.

Photovoltaikanlage und enge Zufahrtswege

Bei dem Feuer war laut Polizei ein Schaden von rund vier Millionen Euro entstanden. Erschwert worden war der Löscheinsatz der Feuerwehr durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und durch enge Zufahrtswege. Der Brand hatte den Kindergarten "Rappelkiste" vollständig zerstört.

Verletzte gab es nicht, weil sich niemand in dem Gebäude aufhielt. Die 150 Kindergartenkinder mussten für zwei Tage zu Hause bleiben, danach fand die Gemeinde einen anderen Betreuungsort.

Sendung: hr-iNFO, 18.10.2019, 13.00 Uhr