Blick auf riesige Rauchsäule in Wolfhagen.

Der Großbrand in einer Lagerhalle in Wolfhagen hat nicht nur die Feuerwehr an den Rand der Belastung gebracht. Er hat auch einen Millionenschaden verursacht. Die Halle ist einsturzgefährdet. Nach der Ursache ermittelt die Polizei weiter.

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Der Brand in Wolfhagen (Kassel) in einer Lagerhalle in der Nacht zum Freitag war größer, als zunächst angenommen. Das Gebäude sei nach dem Brand einsturzgefährdet und müsse möglicherweise abgerissen werden, erklärte die zuständige Polizei in Kassel am Freitag.

Die Schadenssumme schätzt die Polizei nun vorläufig auf eine Million Euro. Zunächst war sie von 500.000 Euro Schaden ausgegangen. Die Brandursache ist weiter unklar.

Einsatz bis Freitagmorgen

Eine Lager- und Fertigungshalle hatte am Donnerstagnachmittag Feuer gefangen. In der Halle lagerten auch Gasflaschen und rund 400 Liter der brennbaren Flüssigkeit Aceton. Es kam zu größeren Explosionen. Ein Bagger habe bis halb vier in der Nacht einen Hallenteil eingerissen, ein anderer Teil sei zusammengestürzt. Dadurch sei der Brand kaum einzudämmen gewesen, sagte Stadtbrandinspektor Frank Brunst.

Einen "enorm schwierigen Einsatz" hatten rund 200 Feuerwehrkräfte zu bewältigen, berichtet Brunst: "Ich mache das schon eine ganze Weile, aber das war auf der Skala ganz oben." Verletzt wurde nach neuesten Erkenntnissen niemand.

Erst am Freitagmorgen waren die letzten Einsatzkräfte abgerückt, zuvor hatten Brandwachen immer noch kontrolliert, dass das Feuer nicht wieder ausbricht. Zunächst waren Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Inzwischen teilte die Feuerwehr mit, dass Messungen keinen Hinweis auf ausgetretene Giftstoffe ergeben hätten.

Anmerkung: In einer ersten Version dieses Artikels haben wir berichtet, dass es sich um das Lager einer Matratzenfirma gehandelt habe. Diese Angaben stützten sich auf Informationen der Feuerwehr, waren aber falsch. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 14.02.2020, 16.45 Uhr