Gefrostete Weintrauben - die Eisweinlese kann beginnen.
Gefrostete Weintrauben - die Eisweinlese kann beginnen. Bild © picture-alliance/dpa

Winter im Winter: Der Januar macht ernst und hat Hessen die bisher kälteste Nacht des Jahres beschert. Ein Ende der eisigen Temperaturen ist erstmal nicht in Sicht - und ab Mittwoch kommt auch ein wenig Schnee dazu.

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Die vergangene Nacht war die bisher kälteste in diesem Jahr. In Burgwald-Bottendorf (Waldeck-Frankenberg) wurden -14 Grad gemessen, in Gilserberg (Schwalm-Eder) war es mit -13 Grad nur unwesentlich wärmer. Auf den Kälteplätzen folgen Dillenburg (Lahn-Dill) und Sontra (Werra-Meißner) mit 12 Grad unter null.

"In Frankfurt war es mit -6 Grad zwar auch frostig, doch es war eine der mildesten Nachttemperaturen in Hessen", sagt hr-Wetterexperte Mark Eisenmann mit Blick auf die Temperatur-Tabellen. "Und diese Werte werden wir auch in der kommenden Nacht messen", so der Meteorologe. Seine Prognose: In der Nacht zum Dienstag wird es mit -5 bis -13 Grad wieder frostig. Und auch in den Tagen darauf bleibt es winterlich mit Dauerfrost.

Schlecht, wenn bei solchen Temperaturen die Heizung ausfällt. So geschehen in der Käthe-Kollwitz-Schule in Wetzlar, die deshalb am Montag geschlossen blieb. Die Schülerinnen und Schüler der Teilzeit-Berufsschule müssen allerdings in ihre Betriebe.

Ab Mittwoch leichter Schneefall möglich

Während es bis Dienstag vielfach sonnig bleibt, ziehen ab der Wochenmitte Wolken über Hessen. Mancherorts wird es am Mittwoch und Donnerstag etwas Schnee geben. "Es werden aber keine großen Mengen erwartet", sagt der hr-Experte. Autofahrer müssen sich dennoch auf gefährlich glatte Straßen gefasst machen.

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Durch die Wolken steigen dann zwar die Temperaturen wieder leicht an, mild werde es aber erst einmal nicht, betont Eisenmann. Die kontinentale Kaltluft, die aus dem Osten kommt, sorgt für eine Wetterlage, die sich bis Freitag kurz zusammenfassen lässt mit "knackig kalt".

Über diese Wettersituation freuen sich die hessischen Winzer ganz besonders. Die können jetzt nämlich mit der Eisweinlese loslegen. Im Rheingau und an der Bergstraße wurde in der Nacht zum Montag damit begonnen. Ob ihnen dafür allerdings viel Zeit bleibt, da mag sich der Wetterexperte nicht festlegen: "Wie es ab Freitag weitergeht, das ist noch nicht seriös vorherzusagen."