Polizeibeamte im Einsatz - Warnwesten mit Aufschrift "Polizei"
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Viele Auto-Tuner machen den Karfreitag traditionell zum "Carfreitag". Deswegen weitete die Frankfurter Polizei ihre Kontrollen in der Innenstadt aus. Zurecht, wie sich zeigte. Raser wurden gestoppt, Pkw stillgelegt und eine Waffe sichergestellt.

Bei Verkehrskontrollen im gesamten Stadtgebiet hat die Frankfurter Polizei am Freitag insgesamt 295 Geschwindigkeitsverstöße gemessen. Wie die Kontrolleinheit Autoposer, Raser und Tuner (KART) am Samstag meldete, fuhren 56 Autofahrer jeweils mindestens 21 km/h zu schnell.

Spitzenreiter sei ein SUV gewesen, der mit 110 km/h in der Innenstadt, nahe der Taunusanlage, unterwegs war. Insgesamt 16 Personen drohe nun ein Fahrverbot.

Schreckschusspistole gefunden

Mehr als 20 Autofahrer und drei Motorradfahrer waren nicht zu schnell, aber zu laut unterwegs. Bei drei Autos und drei Bikes seien die Abgasanlagen derart verändert gewesen, dass sie sichergestellt werden mussten, berichtet die Polizei weiter.

18 Autos wurden den Angaben zufolge wegen illegaler Veränderungen aus dem Verkehr gezogen.

In einem der Fahrzeuge fanden die Beamten eine Schreckschusspistole. Gegen den Fahrer wird nun wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

Treffen der Tuner-Szene

Carfreitag ist ein aus Karfreitag und dem englischen Wort car (Auto) gebildetes Wortspiel. Der Ausdruck bezeichnet einen "Autotag" als Termin für Treffen der Tuner-Szene. Oft dienen diese Treffen auch als Anlass für illegale Straßenrennen.

In Limburg hatten die Tuner das Treffen, das traditionell in einem Gewerbegebiet stattfindet, in diesem Jahr abgesagt. In Frankfurt gab es nach Polizeiangaben kein offizielles Treffen, viele Auto-Tuner versammelten sich aber in der Hanauer Landstraße.

Sendung: hr-iNFO, 20.4.2019, 18 Uhr