Foto, gemacht von einem Blitzgerät: Schwarzer Mercedes auf einer Autobahn.

Ein Mann, der mit 244 km/h durch eine Baustelle auf der A3 gerast ist, kommt nach einem Berufungsprozess mit einer abgemilderten Geldstrafe davon. Er hatte auf einen Freispruch gehofft.

Mit Tempo 244 war der 43-Jährige im November 2020 auf der A3 am Wiesbadener Kreuz durch eine Baustelle gerast, in der nur 80 km/h erlaubt waren. Das hat ihm jetzt vor dem Landgericht Frankfurt eine Geldstrafe von 9.000 Euro (90 Tagessätze) eingebracht. Sein Führerschein wird noch weitere drei Monate einbehalten.

Im Berufungsprozess milderte das Gericht am Donnerstag die ursprüngliche Strafe von 12.000 Euro ab. Das Amtsgericht hatte den Mann wegen eines verbotenen Autorennens angeklagt, was laut Gesetz auch möglich ist, wenn kein zweiter Wagen beteiligt ist. Der Angeklagte hatte im Prozess ein umfassendes Geständnis abgelegt. Wegen des fehlenden Führerscheins hatte er seinen Arbeitsplatz in der Immobilienbranche verloren.

Führerschein kurz vor Tat zurückbekommen

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Berufungsprozess - Raser steht erneut vor Gericht

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Im ersten Prozess hatte der Mann den Vorwurf noch in Abrede gestellt. Dabei war sein Oberklassefahrzeug auf der Autobahn in Höhe Hattersheim (Main-Taunus) an einer Fahrbahnverschwenkung geblitzt worden. Sein Verteidiger stellte nun quasi Antrag auf Freispruch. Das Gericht solle nur ein Fahrverbot aussprechen, und das sei bereits abgegolten, weil sein Mandant seit dem ersten Prozess bereits ein Jahr nicht habe fahren dürfen.

Gericht und Staatsanwaltschaft hielten an einer Führerscheinsperre von weiteren drei Monaten fest. Dafür spreche neben der erheblich überhöhten Geschwindigkeit auch der Umstand, dass der Angeklagte erst wenige Monate zuvor die Fahrerlaubnis zurückbekommen hatte. Er war unter Alkoholeinfluss im Straßenverkehr aufgefallen.

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