Ein 58-Jähriger ist zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden, weil er mittels Scheinehen Aufenthaltsgenehmigungen für Nicht-EU-Bürger erschwindelte und dafür abkassierte.

Sein 34-jähriger Sohn und eine 41 Jahre alte Frau erhielten vom Landgericht Frankfurt am Montag wegen Beihilfe Bewährungsstrafen. Vor Gericht legten alle Angeklagten Geständnisse ab.

Sie hatten laut Gericht in mindestens acht Fällen Scheinehen zwischen Frauen aus Rumänien und Nicht-EU-Bürgern arrangiert. Dazu gehörten auch gefälschte Mietbescheinigungen und Personaldokumente, mit denen schließlich die Freizügigkeit- und Arbeitserlaubnis für die Männer erreicht wurde. Im Anschluss reisten die "Ehefrauen" wieder in ihre Heimat zurück. Für seine Dienste kassierte der Hauptangeklagte knapp 100 000 Euro.