Polizisten betreten die Flüchtlingsunterkunft in Kirchheim nach der Messerstecherei.
Der Tatort: Polizisten betreten die Flüchtlingsunterkunft in Kirchheim nach der Messerstecherei. Bild © TVnews-Hessen.de

Das Landgericht Fulda hat einen Flüchtling wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu 14 Jahren Haft verurteilt. Er hatte mit einem Messer in einer Flüchtlingsunterkunft in Kirchheim zwei Mitbewohner attackiert.

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Das Landgericht Fulda hat am Mittwoch einen heute 38-jährigen Mann aus Eritrea wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu 14 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte am 3. September 2017 einen damals 32 Jahre alten Mitbewohner aus Somalia in einer Asylbewerberunterkunft in Kirchheim (Hersfeld-Rotenburg) erstochen hat.

Messerattacke endet tödlich

Das Opfer hatte noch versucht, sich mit einem Sprung aus einem Fenster in vier Metern Höhe zu retten. Er erlag wenige Stunden nach der Tat seinen Verletzungen. Ein heute 25 Jahre alter Ex-Mitbewohner, der ebenfalls aus Somalia stammt, wurde mit demselben Messer lebensgefährlich verletzt.

Vor Gericht hatte der Angeklagte die Messerstiche gestanden, den Tatverlauf allerdings anders dargestellt. Er sagte aus, der später Getötete habe ihn zuerst angegriffen, und auch der 25-Jährige habe ihn töten wollen. Der Richter widerlegte das in der Urteilsbegründung mit zahlreichen Beweisen. Das Urteil entspricht dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft.