Ein Streit um eine Belanglosigkeit zwischen Zimmergenossen in einem Hostel in München hat mit dem Tod eines Mannes aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf geendet. Der 61-Jährige wollte lediglich schlichten.

a&o-Hostel in München an der Hackerbrücke
In diesem Hostel an der Hackerbrücke in München wurde ein 61-Jähriger aus Mittelhessen erstochen. Bild © a&o Hostels

Ein 61 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf ist am Ostermontag in einem Münchner Hostel erstochen worden. Nach Angaben der Polizei wollte er den Streit zwischen zwei Zimmergenossen schlichten und wurde dabei selbst zum Opfer.

Streit um Ablageort des Gepäcks

Ein 22 Jahre alter Franzose und ein 31 Jahre alter Mann aus Berlin hätten sich nicht einigen können, "wer im Zimmer wo seine Sachen hinlegen soll", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Dann sei die Auseinandersetzung eskaliert.

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Der 22-Jährige zückte laut des Berichts ein Messer und stach auf den 31-Jährigen ein. Als der 61-Jährige zu Hilfe eilte, wurde er ebenfalls attackiert.

Tatverdächtiger in Haft

Laut Polizei gelang den Verletzten die Flucht aus dem Zimmer, in der Lobby brachen sie dann jedoch blutüberströmt zusammen. Die beiden Männer wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wo der 61-Jährige wenig später verstarb. Nach einem Bericht der Münchner Abendzeitung ringt der zweite Mann, der niedergestochen wurde, mit dem Tod.

Der mutmaßliche Täter wurde am Montagabend noch im Hostel festgenommen. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen ihn wegen Mordes und versuchten Mordes.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 23.04.2019, 19.30 Uhr