Ein Feuerwehrmann läuft an dem brennenden Haus vorei

Eine Serie mutmaßlicher Brandstiftungen in der Limburger Innenstadt hat am frühen Samstagmorgen einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Dabei waren die Einsatzkräfte bereits mit Löscharbeiten an einem brennenden Dachstuhl beschäftigt.

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Gut 120 Feuerwehrleute und Rettungskräfte waren im Einsatz
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Nach Angaben eines Sprechers der Limburger Feuerwehr wurden an insgesamt fünf Stellen Mülltonnen in Brand gesteckt und in die Nähe von Gebäuden geschoben. Die Brände waren im Abstand von wenigen Minuten gemeldet worden. Sowohl Feuerwehr als auch Polizei gehen davon aus, dass die Feuer absichtlich gelegt wurden.

Gut 200.000 Euro Sachschaden

Größere Sachschäden entstanden unter anderem an einer Garage und einem Pkw. Bei dem Versuch, das brennende Auto zu löschen, wurde ein 76-Jähriger nach Polizeiangaben leicht verletzt. Ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde das Gebäude des Limburger Amtsgerichts.

Den Gesamtsachschaden schätzt die Limburger Polizei auf etwa 200.00 Euro. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden. Insgesamt waren rund 120 Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Feuerwehr war mit Dachstuhlbrand beschäftigt

Die Brandserie begann, während die Feuerwehr noch mit Löscharbeiten an einem Gebäude in der Nähe beschäftigt war. Dort war gegen 4 Uhr ein Dachstuhl in Flammen aufgegangen. Das Gebäude ist derzeit unbewohnbar. 17 Bewohner wurden von der Stadt in Notunterkünften untergebracht.

Der Dachstuhlbrand steht jedoch nach übereinstimmender Ansicht von Polizei und Feuerwehr in keinem Zusammenhang mit der Brandserie. Erste Ermittlungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Brand infolge eines technischen Defekts ausbrach.

Sendung: hr-info, 07.09.2019, 9 Uhr