Das Bild zeigt von links oben nach rechts unten die verschiedenen Phasen der totalen Mondfinsternis.
Das Bild zeigt von links oben nach rechts unten die verschiedenen Phasen der totalen Mondfinsternis. Bild © picture-alliance/dpa

Wochenstart mit spektakulärer Mondfinsternis: Frühaufsteher konnten am Montagmorgen den so genannten Blutmond bewundern. Das Naturschauspiel war in Hessen bestens zu sehen.

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Wer am Montagmorgen weit vor Sonnenaufgang aus dem Bett gekrabbelt ist, konnte den Vollmond rötlich schimmern sehen. Um 4.34 Uhr begann der Vollmond vom Halbschatten in den Kernschatten der Erde einzutreten. Wie von hr-Wetterexperte Jörg Pfeiffer vorausgesagt, gab es vielerorts in Hessen eine klare Sicht auf den Mond. Bei trockener Luft war es in den Morgenstunden aber mit bis zu -13 Grad auch bitterkalt.

Nur im Norden Deutschlands und im Alpenvorland machte das Wetter den "Blutmond"-Fans einen Strich durch die Rechnung: Viele Wolken verdeckten dort die Sicht.

Mond, Sonne und Erde in einer Linie

Zu einer solchen Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond kommen. Sonne, Erde und Mond liegen dabei genau auf einer Linie. Der Mond ist dann nicht komplett schwarz, sondern leuchtet rötlich, weshalb er umgangssprachlich auch "Blutmond" genannt wird.

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Denn die Sonnenstrahlen werden in der Atmosphäre der Erde gebrochen und nur die roten Lichtanteile gelangen zum Mond. Je nach Zusammensetzung der Atmosphäre - etwa der Menge an Staubteilchen und Wolken - fällt sie bei jeder Finsternis etwas anders aus. Hier erklären die Kollegen vom Bayerischen Rundfunk, warum der Mond bei einer totalen Mondfinsternis rot wird.

Erst im Juli war in Hessen eine totale Mondfinsternis zu sehen, zusammen mit einem besonders hellen Mars. Für alle, die am Montag verschlafen haben, gibt es einen kleinen Trost: Die nächste Mondfinsternis, die auch in Westeuropa zu sehen sein kann, kommt in drei Jahren - am 16. Mai 2022.

Sendung: hr1, 21.01.2019, 5 Uhr